Cloud-Computing

Cloud Computing: Trends

Serverless Infrastructure
Als Microservice bezeichnet man eine eigenständige Teilkomponente großer Softwareapplikation, die unabhängig entwickelt, erweitert und betrieben werden. Durch die Container-Technologie können diese vom System abgekapselt und somit einfacher ausgetauscht und verschoben werden. Die „Serverless Infrastructure“ übernimmt die automatische Verteilung notwendiger Server und Ressourcen, wodurch sich die Entwickler auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

KI im Rechenzentrum
Die Ressourcenverteilung der Cloud-Infrastruktur wird künftig nicht nur automatisiert ablaufen, vielmehr werden selbstlernende Computersysteme die zu Grunde liegenden Automatismen nutzerspezifisch weiterentwickeln. Selbstlernende Programme analysieren stetig den Infrastrukturbedarf und sind in der Lage Prognosen für zukünftige Anforderungen zu stellen, um so rechtzeitig und autonom notwendige Ressourcen hinzu bzw. nicht mehr Benötigte abzuschalten. Zudem können sie eigenständig eine Fehlerkorrektur von Infrastruktur-Komponenten durchführen und das gesamte System ohne zusätzlichen Wartungsaufwand stabil halten.

Cloud Integration Hubs
Durch Cloud Integration Hubs (CIHs) wird  ein einfaches Zusammenspiel verschiedener Systeme und Cloud-Services ermöglicht, wodurch die Überführung von Applikationen in die Cloud erleichtert wird. Zu diesem Zweck implementieren CIHs Schnittstellen zu den diversen APIs der verschiedenen Cloud Services. Einige CIHs übernehmen zudem das Datenmanagement und schaffen auf diese Weise zusätzlich Kohärenz.

Branchenspezifische Industrie-Clouds
Gängige Cloud-Umgebungen wie Azure oder Google sind darauf angelegt, eine möglichst universelle Plattform anzubieten. Spezielle Anforderungen und Herausforderungen für die Industrie, vor allem in Hinblick auf das Internet of Things und die Industrie 4.0 können dabei jedoch nicht bedient werden. Die Entwicklung von branchenfokussierten Cloud-Umgebungen steht daher bei vielen Unternehmen auf der Agenda. Vor allem namhafte Hersteller wie GE, Boch, Volkswagen und Ford arbeiten an passenden Lösungen.

Bare-Metal-Server und FPGAs
Bare-Metal-Server Angebote bzw. Bare-Metal-Hypervisoren (auch Typ-1 Hypervisoren) setzten direkt auf der zu Grunde liegenden Hardware auf. Dadurch entstehen Vorteile bezüglich, Performance, Latenzen, Sicherheit und Skalierbarkeit. In Verbindung mit Field Programmable Gate Array (FPGAs), also programmierbaren Chips, erhalten Entwickler zudem die Möglichkeit bis auf Hardware bzw. Mikroprozessor-Ebene hinein ihre Anwendungen zu konfigurieren.

Open Source
Die Kernel-based Virtual Machine (KVM) ist eine Virtualisierungslösung, die in aktuellen Linux-Versionen fest verankert ist und auf dem Kernel aufsitzt. Die einzelnen Open-Source-Software-Module werden dabei unter GPL- Lizenzen zur Weiterentwicklung bereitgestellt. Das Ziel des OpenStack-Projekts ist ein erleichterter und standardisierter Aufbau von Public und Private Clouds. Entwickelt wird das Projekt unter der freien Apache-Lizenz. Vor allem Multi-Cloud-Umgebungen profitieren dabei von der herstellerneutralen OpenStack-Infrastruktur, da Integrationsprobleme, die bei proprietären Systemen entstehen können, vermieden werden. Namhafte Firmen wie Dell, SAP, HP, IBM, Intel und AMD beteiligen sich an diesem Projekt, auch um einen Gegenpol zur Amazon-Cloud zu schaffen.

Weiterführender Beitrag aus TREND REPORT zum Thema

In seinem Beitrag beleuchtet Heiko Gloge wie sich vorhandene PCs und Notebooks in Software-defined Thin Clients umwandeln lassen, und dadurch Investitionskosten gesenkt werden können. https://trendreport.de/workspace-management-darwin-und-der-thin-client/

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